PYROTECHNIK IST KEIN VERBRECHEN!

Pyrotechnik ist kein Verbrechen!

CL-QUALIFIKATION: FAMAGUSTA - RAPID

CL-Qualifikation: 2. Runde: Anorthosis Famagusta - SK Rapid Wien, am 30. Juli 2008

Als österreichischer Meister musste Rapid erst in der 2.Qualifikationsrunde zur Champions-League antreten. Die Auslosung brachte eine unangenehme Aufgabe: Anorthosis Famagusta. Dieser Verein bestreitet all seine Spiele seit der Vertreibung durch den türkischen Einmarsch 1974 “away“ in Larnaka. Zwar spielte der Verein zu der Zeit keine Meisterschaft, aber die Bedingungen auf Zypern kommen natürlich trotzdem der “Heim“-Mannschaft sehr zu gute. Extreme Hitze (weit über 40°C unter Tags, abends noch immer rd 28-30°C), die von Mitteleuropäern grade mal am Strand liegend ertragen werden kann, ist typisch für diese Jahreszeit.

Das X war natürlich auch vertreten bei dieser wichtigen EC-Partie und am Tag vor dem Spiel gings per Flieger nach Larnaka. Niki Lauda selbst hat uns geflogen und wird diesen Flug wahrscheinlich auch nicht so bald vergessen. Jede Menge “billig“ erstandenes Hochprozentiges aus dem Duty-Free brachten die 140 mitgereisten Fans so richtig in Sangeslaune. Schade, dass in der Hauptreisezeit keine zusätzlichen Flugzeuge zu bekommen waren, denn so wurde einigen hundert reisewilligen Fans die Möglichkeit genommen…

Richtig gut hatten wirs mit der Lage des Hotels erwischt: einfach über die Strasse zum Strand! Nebendran 2 Bars und ein Kiosk (bzw. Mini-Supermarkt), die in diesen beiden Tagen das Geschäft der Saison machten! Die Bierpreise waren mit € 1,60 am Kiosk und zwischen € 2,00-2,80 erstaunlich moderat, denn Zypern ist ansonsten alles andere als preiswert.

Abends wurde nach dem Besuch des Abschlusstrainings ein typisches zypriotisches Restaurant besucht, dessen Küche (logischerweise) stark an die griechische angelehnt ist. Einige Biere später wurde aber doch das Bett aufgesucht, da der Spieltag anstrengend sein würde.

Gleich in der Früh gings wieder an Strand, einfach zu verlockend das – um diese Uhrzeit noch erfrischende – Mittelmeer. Im Anschluss daran stand Kultur auf dem Programm.

Gemeinsam mit “el gubo“ und “kingtubby“ gings (allerdings in der Mittagshitze…) in die Altstadt bzw. was davon nach mehreren Erdbeben, von denen Larnaka immer wieder heimgesucht wurde, übrig war. Viel wars nicht, aber zumindest waren wir auf dem Kastell, das der Verteidigung gegen alle möglichen fremden Eroberer diente. Als letzte benutzten es die Briten als Gefängnis.

Dann wurde der immer unmenschlicher werdenden Hitze Tribut gezollt, daher musste wieder Flüssigkeit in den Körper, und zwar immer wieder. Für einen 6km-Spaziergang haben wir 3 Tavernen und insgesamt 6 Stunden benötigt. Klugerweise hatten wir uns sofort an das Tempo der Einheimischen angepasst.

Vom Hotel dann sofort ab zum Stadion, das wir rund 2 Stunden vor Spielbeginn erreichen konnten. Am Weg zum Eingang in unseren Sektor dann das skurrilste Erlebnis dieser Reise: hatten die Zyprioten doch tatsächlich einen open-air-Grill aufgebaut, und verkauften da noch ihre Souvlaki-Spiesschen. Sehr gemütlich verzehrten die Zyprioten ihr Abendessen und tranken aus Flaschen und Gläsern. Wir wurden da vorbei gelotst, und ich konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen. Was da an potentiellen Wurfgegenständen rumlag… Im Vergleich zu den Security-Bestimmungen anderswo in Europa fast schon wieder sympathisch.

Im Stadion wurde dann der Schurli prominent in der Mitte der oberen Mauer plaziert und noch ein wenig über die sportliche Ausgangslage gefachsimpelt. Sehr erfreulich, dass unsere Freunde aus Athen (Gate 13) auch anwesend waren und herzlich im Block begrüsst wurden. Vor Anpfiff eine Kuriosität, die in Griechenland, Zypern und auch der Türkei Standard sein dürfte: aus der Kurve wurden zwei Einpeitscher aufs Spielfeld gelassen, die dort nochmals alle Kurven zum gemeinsamen Gesang animierten.

Das Spiel selbst verlief dann entgegen allen Erwartungen: zwar hatte Rapid den Gegner in den ersten 30 Minuten gut im Griff, doch wir konnten keinerlei gefährliche Torsituationen herausspielen. Das Gegentor in der 35. Minute war aber an Sinnlosigkeit kaum zu überbieten (Zypriot wird nach einem Einwurf angeschossen und der Ball liegt einfach so im 16er rum) und danach wurden wir immer schwächer. Kraft- und saftlos schleppte sich die Mannschaft übers Feld und wir wollten eigentlich nur noch die knappe Niederlage nach Hause bringen. Jetzt erst fiel mir wieder die offen zur Schau gestellte Zuversicht der Zyprioten ein. Wir werden uns von denen doch nicht den EC verderben lassen, schoss es mir noch durch den Kopf! Doch noch 2 Gegentore bedeuteten nun eine ganz schlechte Ausgangslage für das Rückspiel. Die Stimmung in der Kurve ging nun natürlich nach unten und auch im Flieger nach Hause wollte jeder nur noch Ruhe. Fürs Rückspiel brauchen wir jetzt ein Wunder, und zwar ein solches, das ich schon einmal live miterleben konnte: 1985 gegen Dresden mit genau dem gleichen Resultat aus dem Auswärtsspiel.

Um 4 Uhr morgens in Wien angekommen, hat sich dankenswerterweise Michi M vom SGW erbarmt und mich mit dem Auto nach Wien mitgenommen (hatte leider die S-Bahn verpasst).

Fazit: Reise ok, Resultat indiskutabel.

Aber die Chance lebt!

VEIKKAUSLIIGA: HELSINKI - ROVANIEMI

Veikkausliiga: HJK Helsinki - Rovaniemi PS, am 29. Juni 2008

Bilder vom EM-Verweigern in Helsinki gibt es hier:

HJK Helsinki - Rovaniemi PS, am 29. Juni 2008

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TIPPELIGAEN: LYN OSLO - VÅLERENGA OSLO

Tippeligaen: Lyn Oslo - Vålerenga Oslo, am 1. Juni 2008

Was macht man am letzten Wochenende eines Auslandssemesters? Richtig, am Freitag wird gscheit durchgefeiert um dann am Samstag ziemlich zerstört am letzten Drücker noch den geplanten Länderpunkt eines Nachbarstaates einzuheimsen.

Nach ewig langer Nachtbusfahrt kam ich vor 6 Uhr bei strahlendem Sonnenschein(! – forza nordische Nachtsonne :)) in Oslo an – witzigerweise zum dritten Mal an einem Sonntag Vormittag –, wo sich gerade die letzten samstäglichen Alkleichen von den Straßen aufklaubten und am Heimweg machten. Eine leiwande Stimmung. Die obligate Stadtrunde war entsprechend der frühen Ankunftszeit schon relativ früh hinter sich gebracht und die Frage nach dem Zeitvertreib stellte sich. Nachdem in Norwegen die Geschäfte, abgesehen von an jeder Ecke sich befindlichen 7o11, Sonntags geschlossen sind und der Alkverkauf noch restriktiver geregelt ist als in Schweden fiel die Alternative tschechern den in Pubs unbezahlbaren Preisen zum Opfer. Glücklicherweise war mir jedoch noch am Vorabend eingefallen, dass am Holmenkollen im Sommer immer Wasser eingefüllt wird und bei zu erwartenden 30°C+ machte der Gedanke an ein Sonnen- und Wasserbad unterhalb dieser genialen Schanze Lust auf mehr. Gesagt, getan – und so ergaben sich einige schönen

Stunden in der Sonne mit leiwandem Ausblick auf Stadt, (Sprung-)Stadion und badende Norwegerinnen :).

Vier Stunden vor Anpfiff des Oslo-Derbies ging es für mich in die Stadt zurück, ob sich dort was abspielen sollte – nun ja, die Pubs halbwegs gefüllt und auch einige Leute unterwegs, aber nichts wirklich Weltbewegendes. So ging es bald Richtung Ulleval-Stadion, dem Nationalstadion Norwegens und Heimat von Lyn und Vålerenga Oslo, wo sich 2 Stunden vor Anpfiff schon relativ viel abspielte. Im Umkreis relativ wenig Gastronomie, einzig ein Pub, das in das Stadion integriert war, war gsteckt voll und komplett in Vålerenga-Hand. Dort gab ich dann dem Durst nach und überwand mich, für ein einigermaßen brauchbares Bier im Kunststoff-Becher 65 Kronen (= 8,50 Oi!!!) hinzulegen. Norweger verdienen zwar ca. das Doppelte eines Mitteleuropäers, aber das war dann schon nicht ohne. Aber ok, zur Feier des Länderpunktes sei es gestattet.

Das Stadion an sich ist von außen sehr enttäuschend und im Grunde nicht als solches zu erkennen, sondern gleicht viel mehr einem Einkaufszentren. Unpackbar dann jedoch, dass es sogar ein Blumen-Geschäft im Stadion gab – man lernt nie aus.

Nach vollendeter Stadion-Runde stellte sich das erste Problem. Karte hatte ich mir zwar bereits im Vorverkauf via Internet besorgt, da das Derby hin und wieder doch sehr voll werden kann. Leider hatte es nur Karten für eine der Haupttribünen gegeben – um stattliche 26 Euro. Im Nachhinein ein Fehler, da es noch ausreichend Karten für die Kurven um 17 Euro gab. Aber es sei. Das Problem dabei: auf der Karte war kein spezifischer Zugang angegeben, forza „General Admission“. Nun gut, auf die an vier Ordner gestellte Frage wo ich denn nun eigentlich hingehöre gab es 4 verschiedene Antworten, von denen sogar die richtige dabei war, jene jedoch von einer anderen overruled worden war. Nach 2 weiteren Stadion-Runden wurde mir schließlich doch Zutritt gewehrt.

Von Innen kann das Stadion doch einiges, war der Außenanblick verdrängt und langsam machte sich Vorfreude breit. Bier gab es „überraschenderweise“ keines… – wäre aber vermutlich sowieso noch weniger zu bezahlen gewesen.

Mein Bereich, mit freier Platzwahl. war augenscheinlich eine Art „Greenie“-Sektor von Vålerenga mit anschließender Familientribüne. Eine fast schon unerträglich familiäre Stimmung samt zugehörigem Publikum herrschte hier. Die Flip-Flop-Dichte unpackbar und der Frauen und Kinder-Anteil unglaublich hoch. Insgesamt gaben sich 18012 dieses Spiel, davon mindestens ein gutes Drittel „Auswärts“-fans von Vålerenga. Der Fansektor von Vålerenga war jener Teil ohne „wirklichen“ zweiten Rang. Dieser war, v.a. oben ganz gut gefüllt, geschätzte 4000 Leute werden es gewesen sein. Lyn brachte den Unterrang des Sektors fast voll, vermutlich gute 3000 Leute. Zusätzlich fanden sich auf der Gegengerade im unteren Rang noch zwei Blöcke augenscheinlich „guader oider“ ein. Schön anzusehen war, dass doch eine sehr große Anzahl Besucher in Dressen erschienen ist.

Zu Spielbeginn gab es in Summe vier Choreographien. Der Vålerenga-Sektor zog eine große Überrollfahne mit dem Wappen über den gesamten Sektor, die oidn Vålerenganer zeigten Doppelhalter in blau und rot, Lyn Zetteln in weiß und rot plus kleiner Überrollfahne und die von der Konzeption schönste Choreographie zeigte der Lyn-Sektor. Vom oberen Rang wurde eine altnordisch angehauchte Comic-Figur per Überrollfahne herabgelassen – leider riss diese beim Entfalten in der Mitte durch, was zwar notdürftiug geflickt wurde, aber dann doch nicht wirklich so gut rüberkam – flankiert von glitzernden Zetteln in rot und weiß, die vermutlich zwei Buchstaben darstellen sollten, was aber nicht so wirklich zu erkennen war. In Summe also ein sehr nettes Intro.

Stimmungsmäßig hatte Vålerenga ziemlich klar die Nase vorne. Supportet wurde im Gegensatz zu Schweden ohne Vorsänger, relativ britisch angehaucht, mit immer wieder kehrenden Pausen aber teilweise in doch ziemlich beeindruckender Lautstärke. Die Vorliebe für Weihnachtslieder blieb nicht lange unbemerkt. In Summe kam die Stimmung aber nicht wirklich an ein Stockholm-Derby heran, was aber auch nicht zu erwarten gewesen war. Witzig anzuhören war ein Wechselgesang zwischen den „Greenies“ neben mir und dem Fanblock von Vålerenga. Ansonsten gingen neben den Fanblöcken teilweise auch die Leute auf den Haupttribünen brav mit, wobei sich hier vor allem die Vålerenga-Fans hervortaten.

Insgesamt aber kaum wirklich Derby-Stimmung, zumindest wenn man der Meinung ist, dass dazu eine gehörige Portion Hass dazugehört. Zwar zeigten die Vålerenga-Fans zur Pause einige tiafe Spruchbänder explizit zweifelhaften Inhalts, aber ansonsten merkte man jetzt nicht direkt, dass da tiefe Feindschaft herrschen sollte. Auch vor und nach dem Match war kaum was von Gehässigkeiten oder gar handfesten Argumentationsaustäuschen zu sehen und hören. Wie gesagt, die Familiärheit dieses Spiels war fast schon zum kotzen…

Das Spiel an sich war auf äußerst mäßigem Niveau, mit relativ starkem Körpereinsatz geführt aber ohne auch nur annähernd so brutal zu sein wie die Holzhacker in Österreich. Mit dem Ball ist der Großteil der Kicker jedoch absolut per Sie. Kaum durchdachte Aktionen, haarsträubende Abspielfehler fast im Sekundentakt und erstaunlicherweise eine Taktik, die von außen nicht nachvollziehbar war und augenscheinlich der Verwirrung des Gegners diente, mit dem Effekt dass sich die Teams so selbst mehr verwirrten. Teilweise wurde eine Art 4-2-4 gespielt, mit vier „Stürmern“ entlang der Mittellinie, dafür dann munter zwischen Dreier-, Vierer-, Fünfer- und Fahrradlkette in der Defensive gewechselt. Nun gut, wem es gefällt. Große Torchancen blieben im Endeffekt auch Mangelware, von einem gefährlichen Ferschler nach einem Eckball auf Seiten von Lyn abgesehen, – dafür war viel zu viel auf Zufall aufgebaut – aber die brauchbaren hielten sich zwischen Vålerenga und Lyn in etwa die Waage. Folgerichtig, nachdem sich trotz aller technischen Unzulänglichkeiten keine der Mannschaften einen wirklichen Abwehrschnitzer leistete, stand es zur Pause 0:0.

In jener wurde einem bewusst, dass die saublöden Pausengewinnspiele keine Erfindung und Eigenheit der österreichischen Liga sind – wobei das hier gezeigte fast noch blöder ist…

Nach der Pause änderte sich zunächst kaum etwas am Spiel, aber es wurde gefährlicher für die Tore. Zwar hatte man den Eindruck, dass Vålerenga mehr aufs Tempo drücken sollte, aber schließlich war es einer der wenigen Kicker – logischerweise eine Pörl, Odion Jude Ighalo – der Lyn aus abseitsverdächtiger Position in Führung brachte. Der Torjubel ganz nett, aber nicht so wirklich extrem enthusiasmiert wie einem Derby angemessen. Vålerenga versuchte danach auf den Ausgleich zu drücken, vorerst aber ohne Erfolg. Erst ein Elfmeter kurz vor Schluss, bot die wirklich große Ausgleichschance. Doch wie das Leben so spielt: der Ball springt von der Innenstange zurück zum Tormann und keine zwei Minuten später macht Lyn aus einem Kontor, wieder durch Odion Jude Ighalo, das 2:0, gleichzeitig die Entscheidung. Für mich war dies gleichbedeutend mit dem Abreißen, nachdem mein Bus schon eine Stunde Oslo Richtung Malmö verlassen sollte. Sind zwar nur 7 U-Bahnstationen, aber was weiß man schon. „Komischerweise“ hatte der Großteil der Vålerenga-Fans ähnliches vor – das Stadion schnellstmöglich zu verlassen. Am Weg zur U-Bahn wurde man noch etwas in die Irre geleitet, aber schlussendlich alles kein Problem. In der U-Bahn dann die üblichen langen Gesichter der Derby-Verlierer, Bilder, die sich in allen Städten der Welt sehr ähneln dürften. Vor allem die Art und Weise, Elfer zum Ausgleich an die Stange, praktisch im Gegenzug das 0:2, würde mich an der Existenz eines Fußballgottes zweifeln lassen.

Schließlich hatte ich dann doch Zeit genug und ging sich alles aus.Per Bus ist so was zwar relativ mühsam, aber Oslo und das Spiel waren definitiv die Strapazen wert.

Bilder vom Oslo-Derby gibt es hier:

Oslo-Derby, 1.6.2008

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SKÅNE

Besuch aus Wien und der Besuch hatte Ottos dabei – gelobt sei der Besuch. Am Programm stand folgendes:

Donnerstag:
Malmö FF – GAIS Göteborg 1:1
Allsvenskan, Malmö Stadion, 13337 Zuschauer

Freitag:
Bjärreds IF vs Svalövs BK (0:1)
Skånes Fotbollförbund, Division 5 västra (7. Liga SWE), Borgeby IP, 60 Zuschauer

Lunds SK vs Eriksfälts FF 4:0 (3:0)
Skånes Fotbollförbund, Division 4 västra (6. Liga SWE), Smörlyckans IP, 100 Zuschauer

Samstag:
Hammenhögs Blå IF - Onslunda IF 3:2 (1:0), 30 Zuschauer
Skånes Fotbollförbund, Division 4 södra Damer, (5. Liga Damen SWE), Hammundsvallen

Tomelilla IF vs Eslövs BK 0:3 (0:0), 147 Zuschauer
Divison 3 södra Götaland (5. Liga SWE), Tomelilla IP

Sjöbo IF vs Höganäs BK 3:4 (1:2), 126 Zuschauer
Divison 3 södra Götaland (5. Liga SWE), Sjöbo IP

Sonntag:
Team Sandby IF vs IF Limhamn Bunkeflo 07 4:0 (2:0)
Skånes Fotbollförbund, Division 3 södra Damer, (4. Liga Damen SWE), Södra Sandby Idrottplats, 40 Zuschauer

LdB FC Malmö vs Bälinge IF 4:2 (2:1)
Damallsvenskan, (1. Liga Damen SWE), Malmö Idrottsplats, 777 Zuschauer

Bilder von so manchem (Sinnlos-)Spiel und Stadion quer durch Skåne gibt es hier:

Skåne

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ALLSVENSKAN: DJURGÅRDEN - HAMMARBY

Allsvenskan: Djurgården IF - Hammarby IF, am 7. Mai 2008

Nachdem der ursprüngliche Plan mit drei Erstligaspielen in Stockholm binnen vier Tagen dank der sinnlosen SJ – es ist schon ein Ausbund an Frechheit so flexibel sein zu wollen, erst zwei Tage vorher einen Platz in einem gschissenen Pseudoqualitätsplatz reservieren zu wollen, was, dank mangels anderer Züge, zum Ersatzprogramm, siehe unten, geführt hat, scheiß Privatisierungen!!! – nicht realisiert wurde – das Ersatzprogramm war dann mit Århus und Brøndby mehr als brauchbar –, ging es Dienstagabend per Nachtzug gen Nordosten. Ankunft um 6 in der Früh ließ reichlich Zeit um die wunderschöne Stadt nach 15 Jahren wieder mal zu besichtigen und zudem die restlichen Grounds der Stadt zu begutachten.

Das Söderstadion von Hammarby war leider vollkommen dicht und unzugänglich, dafür hatte es das Stockholm-(Olympia)-Stadion in sich. Glück muss man haben. Da kommst um 11 an einem Mittwochvormittag dorthin und erwartest es geschlossen – und kommst grad zu Recht zum schwedischen Schülerligafinale. Abgesehen vom unverhofft mitgemachten Ground ist das Stockholm-Stadion – Austragungsort der olympischen Spiele 1912 – ein Ausbund an absoluter Geilheit. Dass in diesem Museum noch Erstliga-Spiele stattfinden würde ja eigentlich einen neuerlichen Besuch notwendig machen.

Am frühen Nachmittag machte sich der 8-stündige Stadtrundmarsch mit nicht geringem Bierkonsum langsam bemerkbar und so begab ich mich schon zu früher Stunde per Metro Richtung Solna, wo sich das Råsunda-Stadion – das schwedische Nationalstadion und Heimstätte vom größten Klubs Stockholms, AIK – befindet. Ein Platzerl im Nahe des Stadions gelegenen Parks war schnell in Beschlag genommen und ausruhend das langsam aufkommende Treiben beobachtet.

Karten für das Spiel sind online – im Gegensatz zu wirklich jedem Spiel in Schweden – nicht erwerbbar, wodurch im Vorhinein ein Umweg gesucht und dank eines geborgten Abos gefunden wurde – danke Wolfgang und Ludvig!

Nach und nach spielte sich immer mehr ab, hatte ein kurzer Regenschauer das traumhafte Frühlingswetter kurz abgelöst und nachdem ein Organ der hiesigen Polizei etwas gegen meinen öffentlichen Bierkonsum einzuwenden hatte, es aber dank österreichischem Passes (Nej, jag är inte från här! :D) bei einer Ermahnung belassen hatte, zog ich es vor mich langsam ins Innere aufzumachen. Mein Ticket war für die Östra Läktare, auf der Längseite, im Mittelrang nahe beim Djurgården-Sektor gelegen und hätte über 50 Euro gekostet – Schweden ist eben ein teures Pflaster… Dafür wurde auch davon ausgegangen eh nix zu machen. Während sich hinter den Fan-Blocks ziemlich heftige Filzereien abspielten und auch mancher auf wenig zimperliche Weise aus dem Verkehr gezogen worden war, kam man auf der Längsseite ohne jeglicher Kontrolle, nicht einmal des Rucksackes, rein – wenn man das gewusst hätte und der System Bolaget so nah… However.

Das Stadion an sich ist schon von außen sehr beeindruckend mit sehr steilen Tribünen und witziger Ranggestaltung, von innen kann es aber noch mehr. Schlussendlich war es zwar nur zu zwei Drittel gefüllt, was aber der Atmosphäre keinem Abbruch tat.

Die Stimmung war schon einige Zeit vor Anpfiff gewaltig. Diese sollte sich aber beim Spiel noch weiter steigern. Beide Kurven, mit jeweils rund 5000 Leuten vor allem im Unterrang ganz gut gefüllt, gaben, von Vorsängern eingestimmt, 90 Minuten Vollgas und auf der Gegengerade wurde, vor allem nahe zum Djurgården-Sektor, stehend durchgesungen. Beeindruckend. Bei einem Vergleich damit stinkt das Wiener Derby als gesamtes doch ziemlich ab, was zwar hauptsächlich an den Beidln liegt, aber selbst Rapid bräuchte schon einen sehr guten Tag, um hier halbwegs Meter zu haben…

Zu Spielbeginn gab es von den Bajen eine schöne Choreographie aus Zetteln, Überrollfahnen vom Oberrang und Fahnen, dazu ein Spruchband („Våra färger rensas inte ens med klorin - det är skillnad på en bajare och ett djurgårdssvin“ - “Unsere Farben kann man nicht einmal mit Chlor(in) löschen – das ist der Unterschied zwischen einem Bajen und einem Djurgårdenschwein“) und die einzige Fackel des Tages, von Djurgården leider nur Spruchbänder („vi glömmer aldrig - avgå DIF SÄK“, was frei übersetzt „Wir vergessen nie – schleich dich, DIF SÄK“ bedeutet, was sich auf hirnrissige Sicherheitsbestimmungen seitens des Vereines beziehen dürfte (DIF = Djurgården IF, SÄK ist die Abkürzung für den schwedischen Militärgeheimdienst) – manch andere Spruchbänder wurden leider so schleißig gehalten, dass selbst auf frontalen Fotos nichts zu erkennen ist, gefolgt von einer Schalparade. Im Endeffekt doch ein wenig enttäuschend wenn man an so manche Choreographie von Djurgården denkt, aber nicht ganz unverständlich. Auch Transparente gab es keine.

Das Spiel an sich war ziemlich ausgeglichen, wobei Djurgården optisch aktiver aber Hammarby gefährlicher war. Das Treiben auf den Tribünen war dann doch packender und sollte für fehlendes optisches und spielerisches mehr als entschädigen. Hin und wieder rauchte es aus dem Hool-Eck der Djurgården-Kurve, was aber nach dem dritten Mal auf den Einsatz eines Feuerlöschers zurückzuführen zu sein erkannt wurde :D. Ansonsten weiterhin optisch wenig. Die Kieberei samt Vereinen dürfte in letzter Zeit auch hier vollkommen hirnverbrannt durchgegriffen haben. Schade…

Zur Halbzeit stand es eigentlich verdientermaßen 0:0.

Zur zweiten Halbzeit wurde von DIF-Seite ein Judas per Transparent recht herzlich gegrüßt.

Das Spiel verlagerte sich indes immer mehr Richtung Hammarby – sprich Djurgården-Strafraum – , folglich folgte in der 59. Minute auch das 0:1 durch Paulinho Guará nach einem Abstauber aus kürzester Distanz – durchaus gelungener Torjubel der Bajaren war die Folge. DIF wurde gesanglich jetzt noch stärker, HIF konnte aber durchaus Paroli bieten. In Summe noch eine Steigerung, obwohl das fast nicht mehr zu erwarten gewesen war, dass dies möglich sei.

Auch am Feld wurde DIF jetzt stärker, aber so richtig gelingen sollte nichts und HIF hatte wenig Probleme, keinen Gegentreffer zuzulassen. In der 89. Minute schließlich die Entscheidung: das 0:2 durch Charlie Davies nach einem schönen Tänzchen an der Strafraumgrenze und präzisem Schuss ins lange Eck. Keine Sekunde später hatte ich auf einmal in einem zuvor relativ dichtem Bereich 10 Quadratmeter Platz, so reaktionsschnell wurde aus dem Stadion geflüchtet. Jetzt war die Luft draußen, die Bajen feierten den Sieg fein ab und die Mannschaft gebührend.

Langsam war es dann auch für mich Zeit - eine Stunde bis zur Abfahrt des Nachtzuges war nicht wirklich viel. So verpasste ich dann auch leider so manche Konfrontation in und U-Bahn, welche aber auf youtube doch reichlich dokumentiert sind…

So „entkam“ ich problemlos und hatte sogar noch Zeit für Proviant zu sorgen. Und natürlich: die gschissene SJ wollte mich auch diesmal verorschen. Hinfahrt mit Reservierung im leeren Waggon, Rückfahrt ohne jene am Gang, weil dieses Volk durch diese fast schon korrupten Machenschaften (Hauptsache, es fährt kein leerer Zug) dazu getrieben wird, selbst für einstündige Fahrten Plätze zu reservieren – Schweine. However, nach zwei Stunden war dann auch ein Platzerl frei und gegen Sieben war ich dann daheim, erwischte noch ein wenig Schlaf, gab mir die Freude einer Vorlesung bis zur Ankunft von Kupfa und Co., mit denen es dann die nächsten Tage richtig schön fett wurde, aber das ist eine andere Geschichte…

Hier gibt es Fotos zum Spiel in Stockholm:

Djurgården IF - Hammarby IF, am 7. Mai 2008

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SAS-LIGAEN: BRØNDBY IF - FC NORDSJÆLLAND

SAS-Ligaen: Brøndby IF - FC Nordsjælland, am 3. Mai 2008

Noch ein wenig angeschlagen vom Vortag ging es zu Mittag mal wieder in die dänische Hauptstadt um sich Brøndby IF gegen FC Nordsjælland zu geben. Per Schnellbahn ging es in den Vorort Brøndby, der recht schön am Meer gelegen ist.

Das Stadion befindet sich genau zwischen zwei Schnellbahnlinie 20 bzw. 30 Minuten zu Fuß von jenen entfernt und ist ein wahrer Traum. Eingebettet mitten im Grünen mit einigen Trainingsplätzen, Sporthalle, Restaurants und eigener Schule wäre es wohl an sich allein für Rapid sehr genial. 29000 Plätze, davon ca. 5000 Stehplätze hinter einem der Tore die in Sitzer umgewandelt werden können, dazu durchgängig zwei Ränge. Herrlich. Um 110 Kronen (knapp 15 Euro) ging es auf die Heimtribüne, deren Stehplatzbereich schon ganz gut gefüllt war. Eingangskontrollen erstreckten sich einzig auf den Ruck und waren sonst nicht vorhanden. Erstaunlich: die massive Präsenz von Kinderwägen samt Familie mit Kleinkindern. Auf der West eigentlich kaum vorstellbar. Der zweite Rang mit Sitzplätzen konnte über recht steile Treppen mit der selben Karte erreicht werden. Insgesamt fanden sich über 16000 Zuschauer ein, wobei ca. 200 den Weg aus den nordöstlichen Kopenhagener Vororten gefunden haben.

Die Stimmung war von Anfang prächtig, hatte doch Brøndby erst vier Tage vorher mit dem Pokal den ersten Titel seit dem Double 2005 geholt, wodurch die Saison, die ansonsten ohne Chance auf einen Europacup-Platz schon abgehakt hätte werden können doch noch einen erfolgreichen Abschluss gefunden hatte. So stand vor allem das Aufwärmen der Mannschaft ganz im Zeichen der Feierlichkeiten.

Als Intro gab es im Auswärtssektor ein Spruchband („Det er ikke en skam at ligge bag FC Nordsjælland“ – frei übersetzt: es ist keine Schande hinter dem FC Nordsjælland zu liegen), das auf den bislang für die Nordseelandler guten und für Brøndby schlechten Saisonverlaufe Bezug nahm und welches während des Spieles noch dreimal gezeigt wurde… – dazu gab es rote Wurfrollen. Der Heimsektor zeigte Fahnen und ein paar wenige Doppelhalter vor einer Schalparade neben ein wenig Rauch. Na guat, immerhin etwas.

Brøndby machte von Anfang an das Spiel, reklamierte zweimal ohne Erfolg auf Elfmeter und hatte sonst auch so manche Torchance, die Auswärtigen hielten aber tapfer dagegen und kamen selbst zweimal durchaus gefährlich vor das Tor. Stimmungsmäßig machte Brøndby, angetrieben von drei zentral im Sektor stehenden Vorsängern, ordentlich Dampf. Es supportete zwar meist nur etwa ein Viertel des Blocks im Zentrum, was angesichts des äußerst familiären Publikums auch nicht verwunderte. Einzig beim uns wohlbekannten „Die Farben Grün und Weiß sind…“ mit exakt gleichen Verbeugungen machte ein größerer Teil mit. Trotzdessen erreichte der Support ganz ordentliche Lautstärke mit hin und wieder erfolgter Pyro-Einlage – vom Auswärtssektor konnte kaum was wahrgenommen werden, was anhand der Stimmung im Heimsektor und der Entfernung aber auch nicht verwunderte.

Was auch hier wie schon in Århus äußerst positiv auffällt: kaum Polizeipräsenz – eine Hand voll in normaler Uniform irgendwo kaum merkbar, nix Anti-Terror-Einheit, nix Turtles, einfach leiwand. Die relativ unaggressive und relaxte Stimmung lässt sich sicherlich zu einem großen Teil auch dadurch erklären.

Die erste Hälfte endete 0:0, was aber keinen so wirklich störte, da es eh um nix mehr wirklich ging und die Pokal-Feierlichkeiten eindeutig im Vordergrund standen. Die Bierpreise gestalteten sich hier gleich jenen in Århus, mit dem Unterschied, dass es nur die kleine(re)n Gebinde zu erstehen gab.

Nach der Pause drückte Brøndby trotzdem aufs Tempo und kam auch zu immer mehr guten Chancen, die jedoch teils kläglich vergeben wurden. In der 70. Minute wurde der Angriffsgeist dann aber doch noch belohnt und durch eine wunderschöne Bogenlampe ging Brøndby verdient in Führung. Der Jubel war dementsprechend, denn trotz der Bedeutungslosigkeit des Spiels war manchen doch schon Nervosität anzumerken, und eine ganz ordentliche Ladung Rauch wurde gezündet. Sieben Minuten später fiel nach einem erst glücklich zustande gekommenen im Endeffekt aber sehr schönen Solo das 2:0 und nach dem 3:0 aus einem Elfmeter drei weitere Minuten später war das Feiern des Pokalsieges ins Siegfeiern übergegangen.

Nach dem Spiel wurde noch der nahegelegene Strand besucht, der durchaus auch deutlich südlicher liegen könnte (die S-Bahn-Station Brøndby Strand trägt diesen Namen zu Recht), und nach einem Abstecher ins Anarcho-Viertel Christiania Kopenhagen alsbald wieder verlassen.

Hier gibt es Fotos zum Spiel in Brøndby:

Brøndby IF - FC Nordsjælland, am 3. Mai 2008

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SAS-LIGAEN: ÅRHUS - ODENSE

SAS-Ligaen: Århus GF - Odense BK, am 2. Mai 2008

So lächerlich es auch ist, aber das frühe Ende der Bundesliga hat auch manchen Vorteil. Zum Beispiel, dass sich einige Wochenenden für andere Ligen anbieten. An diesem fiel die Wahl auf Dänemark. Am Samstag stand mit Århus GF gegen Odense BK zwar kein wirklicher Schlager auf dem Programm, aber immerhin konnte so auch die zweitgrößte Stadt Dänemarks besichtigt werden.

So ging es gemütlich am Vormittag via Kopenhagen Richtung Westen und nach kaum 5 Stunden Zugfahrt war man schon am frühen Nachmittag angekommen. Die Stadt an sich gibt zwar nicht allzu viel her, aber für einen zweistündigen Stadtbummel reichte es dann doch. Einige Gruppen aus Odense trieben sich auch bereits in der Stadt herum und es wurde unerwarteter weise in der Fußgängerzone schon ein wenig gezündelt – dies machte Gusto auf mehr.

Das Stadion ist vom Bahnhof bequem in einer halben Stunde Fußmarsch durch einige Parkanlagen zu erreichen. Für 110 dänische Kronen (knapp 15 Euro) war man überall außer auf der Haupttribüne dabei und so ging es auf einen Platz auf der Gegengerade im oberen Rang nahe beim Gästeanhang. Dass es schlussendlich egal war, da 9005 Zuschauer ins 20000er Stadion kamen führte zu unterschiedlichen Plätzen während des Spiels.

Die Zeit zum Ankick wurde noch mit dem Vernichten einiger Ottos und dem Beobachten der Geschehnisse genutzt, wobei sich so mancher Odense-Fan als gschissener Faschist zu erkennen gab, fuck off!

Trotz Laufbahn ist das Stadion durchaus brauchbar, All-Seater zwar, aber durchaus nicht unüblich. Einer kleinen Haupttribüne steht ein ¾-Ring mit zwei Rängen gegenüber. Der Auswärtssektor ist dabei im zweiten Rang hinter der südwestlichen Corner-Fahne, der Heimblock hinter der nordwestlichen. Was angenehm aufgefallen ist. Vor, während und nach dem Spiel war kaum Polizei zu sehen. Eine handvoll normal uniformierter stand unmotiviert in der Gegend umadum, von Turtles und anderem Dreck war nichts zu sehen. Sehr angenehm. Ordner waren auch nicht allzuviele anwesend, die Eingangskontrollen auf den Rucksack beschränkt – mit einem Wort, eine sehr angenehme Atmosphäre.

Choreographiemäßig gabe es nix zu sehen. Im rund 500 Mann starken Heimblock gab es wie im knapp 300 Mann starken Auswärtssektor nur Fahnen und eine Hand voll Doppelhalter.

Das Spiel zwischen dem 10. Und dem 4. Der Zwölferliga wurde den Erwartungen angesichts der Platzierungen gerecht. Århus kann zwar theoretisch noch absteigen, 9 Punkte Vorsprung bei 6 verbleibenden Runden sollten aber problemlos ausreichen, für Odense geht es immerhin noch um den UEFA-Cup-Platz. Dementsprechend übernahm auch Odense das Kommando und hatte gleich zu Beginn eine gute Chance und wenig später nach einem unglaublichen Tormann-Fehler gleich die zweite. Doch danach kam Århus doch noch in Spiel und es folgte Neutralisation. Die Stimmung im Gästesektor war sehr brauchbar, nix besonderes, aber recht gut. Der Heimsektor meldete sich kaum einmal hörbar zu Wort. Einzig eine Hüpfeinlage mit gleichzeitigem Springen ließ die Tribüne doch eine wenig sehr wackeln.

Die erste Chance für Århus war ein gebbarer Elfmeter – gegeben wurde er jedoch nicht und im Gegenzug machte Odense per schönen Kopfball das Tor. Tjo, so geht’s. Die Stimmung im Auswärtssektor danach natürlich bestens, mancher Knaller und auch 3 Bengalen (übers Spiel verteilt) wurden gezündet. Nach dem Tor tat sich am Rasen vorerst außer einem Fast-Eigentor von Århus, das wahrlich grandios geworden wäre – ein Heber aus 25 Metern ging nur knapp am Tor vorbei – , wenig und somit blieb es beim 0:1.

Die Pause wurde zur Verpflegung genutzt, und dabei die Preise ignoriert. Zwar gibt es brauchbare Behältnisgrößen (kleines Bier 0,4, große 0,75(!)), aber zu stolzen Preisen. Fast 5,50 bzw. 8 Euro. Na guat, Dänemark ist halt ein teures Pflaster.

Nach der Pause gelang relativ schnell das 0:2, womit das Spiel gelaufen war und der Auswärtssektor sich dem Feiern widmen konnte.

Das Spiel verflachte immer mehr, war augenscheinlich entschieden. Kurz vor Ende rauchte es im Auswärtssektor ganz ordentlich und fand ein Bengale den Weg auf die Laufbahn. Das war es dann aber auch und so ging es noch mal per pedes Richtung Bahnhof und dann auf erneute 5 Stunden Zugfahrt „heimwärts“ nach Lund.

Hier gibt es Fotos zum Spiel in Århus:

Århus GF - Odense BK , am 2. Mai 2008

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36. RUNDE: RIED - RAPID

36. Runde: SV Ried - Rapid Wien, am 26. April 2008

FEIERN!

Das erhoffte Szenario war eingetreten: die Meisterschaft war vor dem Spiel in Ried bereits entschieden und somit hielt sich der Ansturm in engeren Grenzen als er es bei einem Entscheidungsspiel gewesen wäre und damit gab es auch kein Problem bezüglich Karten. Die von Andy Marek organisierte komplette Hintertortribüne war trotzdem bestens gefüllt und auch sonst war der ein oder andere Grüne im Stadion. Knapp 2000 werden es sich nicht entgehen haben lassen, den Meister noch ein letztes Mal in einer wahnsinnigen Saison feiern zu dürfen.

Das war dann auch das vorherrschende Motto vielerorts – selten noch war der Auswärtssektor von so dermaßen vielen vollkommen fertigen Leuten gefüllt. Als Choreographie kamen grüne weiße Fahnen zum Einsatz und einfach nur „MISSION 32 – WIR DANKEN EUCH!“

Die Stimmung war an Ausgelassenheit kaum zu übertreffen, daher jetzt auch nicht so durchgehend in Support und Lautstärke – allein, nach so einer Saison kann man darüber in der Stunde des Triumpfes ruhig hinwegsehen.

Rapid kontrollierte das Spiel, für Ried ging es um nichts mehr und so plätscherte das Spiel so vor sich hin. Der guten Laune tat das keinen Abbruch und als Jimmy mit seinem zehnten Saisontor aus dem nichts die Führung gelang durfte man sich noch einmal ausgelassen über ein Tor freuen. Ansonsten passierte herzlich wenig und schließlich waren auch diese 90 Minuten hinter sich gebracht und eine Saison voller auf und abs war Geschichte – eine erfolgreiche noch dazu.

Was bleibt von so einer Saison? Vier sehr geile Runden im UI- und UEFA-Cup, eine erfolgreiche Derby-Bilanz ohne Niederlage seit ewigen Zeiten, ein 1:5 gegen Sturm, nach dem eigentlich kaum mehr jemand mit dem Meistertitel gerechnet hatte, ein 0:7 in Salzburg das den endgültigen Umschwung zugunsten Rapids bedeutet hatte, nachdem dieser bereits mit den Spielen der Doppelrunde gegen Sturm und dem Derby-Sieg eingeläutet worden war.

Eines bleibt aber jedenfalls: MEISTER! DANKE!

35. RUNDE: RAPID - ALTACH

35. Runde: Rapid Wien - Altach, am 20. April 2008

MEISTER!!!

Heute sollte ein großer Tag für Rapid werden können. Nach dem späten Erfolg gegen Kärnten und der ochsischen Niederlage in Mattersburg konnte Rapid bereits eine Runde vor Schluss mit einem Heimsieg gegen Altach für das von manchen vorhergesagte, aber von vielen vollkommen unerwartete Meisterstück sorgen. Das Stadion war bereits seit Wochen ausverkauft, horrende Summen auf e-Bay geboten und mit einer kleinen feinen Andacht am Gelände der Pfarrwiese für eine passende Einstimmung gesorgt.

Die Choreographie wurde dem Anlass mehr als gerecht. Auf der West war mit Doppelhaltern in weiß auf grünem Hintergrund „SIEG“ geschrieben, dazu wurden alle Resultate auf einer Art Filmrolle durch den Sektor gerollt. Nord und Süd wurden per Zetteln in die Vereinsfarben getaucht und auf der Ost gab es zusätzlich eine Überrollfahne mit dem Wappen und „MISSION 32“.

Die Stimmung war unbeschreiblich. Eine Mischung aus Vorfreude, Euphorie und doch noch einigen Anteilen an Zweifel, Anspannung und Bangen bei einigen. Mit dem Anpfiff entwickelte sich jedoch eine absolut geniale Atmosphäre, in der sich der Druck wie bei einem Vulkan aufbaute – nur um nach 7 Minuten zur Explosion zu gelangen. Ümit setzt sich links durch, Stanglpass auf Boskovic, Schuss ins Kreuzeck – 1:0! Das bereits am Kochen gewesene St. Hanappi kochte jetzt über. Der erste letzte Schritt zur Meisterschaft war geschafft. Nur drei Minuten später, das Stadion war noch immer vollkommen am Kochen bereits das 2:0 – Ümit tanzt links gleich zwei Altacher aus, Stanglpass, diesmal auf Maierhofer, der aus 3 Metern keine Probleme hat. Das war es dann wohl, das muss es gewesen sein. MEISTER! Die Freude ist unbeschreiblich. Vielleicht nicht ganz so enthusiastisch wie in Salzburg, Linz oder gegen Kärnten, aber anders, etwas Endgültiges liegt in der Luft. Der Block West brennt lichterloh und ab jetzt ist Party pur angesagt.
Zwanzig Minuten später sorgt Jimmy für die endgültige Finalisierung der Mission 32: er tanzt im Strafraum einen Altacher aus und schießt präzis ins linke Eck. Jetzt ist es Gewissheit und Tränen der Freude fließen an allen Ecken und Enden des Stadions. Der Rest ist Jubel, grenzenloser, enthusiastischer Jubel, voller Emotionen.

Das Spiel geht noch weiter, aber ist längst nicht mehr im Fokus der Wahrnehmung. Rapid erspielt sich weiter die ein oder andere Chance, ist aber auch nicht mehr zu 100% bei der Sache, Altach kommt zu einer Chance, die Payer bravourös zunichte macht und schließlich verliert Pamminger die Nerven, tritt den am Boden liegenden Dober und darf somit das Signal zur Meisterschaft nur mehr von der Kabine aus verfolgen. Zwischendurch wurde die Rapid-Viertelstunde mit einem noch selten gesehenen Meer an Bengalen eingeläutet.

Schließlich ist Schluss und es ist offiziell: RAPID IST MEISTER!!! DANKE! Nach dem pünktlichen Abpfiff bleibt es vorerst diszipliniert und die Mannschaft kann gefeiert werden. Schlussendlich haben auch die im vornhinein geäußerten Bitten der Mannschaft, nicht zu stürmen, erwartungsgemäß nichts genutzt und alle Dämme brechen – zunächst unter einem gellenden Pfeifkonzert, aber letztendlich kann auch das nicht nachhaltig auf die Stimmung drücken. Der Teller wird übergeben und es brennt weiter. Freude überall, die Meisterschaft wird noch lange erst am Rasen, dann am Stephansplatz gebührend gefeiert. Zwar nicht so intim und leidenschaftlich wie 2005 wo wirklich nur der harte Kern zusammentraf aber nichts desto trotz sehr leiwand. Dass sich so manche Freude in spontaner Selbstverbrennung äußerte war dann auch egal.

DANKE RAPID!!!